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Wie sich mein Jogginghosenradius erweiterte

 Als ich noch keine Hundebesitzerin war, habe ich Jogginghosen eigentlich nur zum Sport angezogen. Oder wenn ich krank war. Und höchstens zu Hause. Seitdem Elisa bei uns wohnt, bin ich in vielem deutlich schmerzfreier geworden: Bei Regen nach draußen zu gehen hat längst seinen Schrecken verloren, genauso wie das Aufheben von Hundehaufen mit Hilfsmitteln aller Art. Mein Schmutzempfinden in der Wohnung hat sich gezwungenermaßen stark relativiert und auch meine Eitelkeit ist nicht mehr besonders ausgeprägt.

So hat sich der Radius, in dem ich mich mit Jogginghose bewege, schleichend immer weiter ausgedehnt. Nachdem ich schnell feststellen musste, dass man die Schlafanzughose für die letzte Gassirunde nur schlecht unter engen Jeans verstecken kann, bin ich dazu übergegangen, abends in Rocky Balboa-Gedächtnisbux nochmal mit Elisa in den Park zu huschen. Mit der Zeit habe ich mein Outfit der Bequemlichkeit halber noch mit halboffenen Gummi-Crocs gekrönt. Und ehe ich mich versah, hab ich diesen praktischen Aufzug nicht nur abends für die letzte, sondern auch morgens für die erste Pipirunde genutzt.

 

Der Jogger mit den Reißverschluss-Taschen ist übrigens total praktisch, um darin Leckerlis, die Hundepfeife und die Autoschlüssel zu verstauen. Und so hat der sexy Schlabberlook auch in meine Spaziergänge am Tag Einzug gehalten.

 

Wie stark sich mein Jogginghosenradius tatsächlich ausgedehnt hat, merke ich manchmal, wenn ich an der Tanke, beim Bäcker oder im Supermarkt bezahlen will und einen Hauch von Ballonseide spüre, wenn ich unterm Mantel nach meinem Portemonnaie krame... Aber was soll‘s - Mein Hund findet, ich bin immer gut angezogen!

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