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Tapetenwechsel: Kurztrip nach Belgien & Holland

Dieses (nicht mehr ganz so) junge Jahr war zuletzt ganz schön hektisch - Umzugshickhack, Arbeitsgenerve, Fernstudiumsstress. Und weil der Gedanke, die nächste freie Woche wieder nur mit Erledigungen und lästigem Alltagsverpflichtungsgedöns vollzustopfen bei Herrchen und Frauchen für spontanen Brechreiz gesorgt hat, war es jetzt definitiv Zeit für einen Tapetenwechsel. Wenigstens einen kleinen, damit das schlechte Gewissen danach nicht die ganze Erholung wieder niedermetzelt.

Wir konnten uns mit unserem Gewissen und unserem "Wir sind doch gerade erst umgezogen"-Budget auf zwei Übernachtungen in Belgien einigen. Recht kurzfristig gebucht, von Sonntag bis Dienstag, entpuppte sich das Ganze als Schnäppchen und noch dazu als wirklich gute Idee.

Übernachtet haben wir im "Hotel Blanckthys", einem liebevoll zum Gasthof umgebauten alten Bauernhof in Voeren in Flandern, keine 40 km von Aachen entfernt. Hunde sind hier willkommen, allerdings nur in den ziemlich abgewohnten und eher spartanisch eingerichteten Standardzimmern. Die moderneren, frisch renovierten Komfortzimmer sind leider den hundelosen Reisenden vorbehalten. Schade, aber für uns nicht weiter schlimm, weil wir uns ohnehin nur zum Schlafen dort aufgehalten haben. Bei 140 Euro für uns 3 (Herrchen, Frauchen und Elisa) für 2 Übernachtungen inkl. Frühstück und kostenfreiem Parkplatz kann man wirklich nicht meckern. Abends haben wir den urigen Innenhof und die gemütliche Brasserie genossen und in 2 Tagen vermutlich 50.000 kcal allein in Form von Pommes, herrlichem frischen Brot mit Butter und leckerem Käse mit Alibisalat (fürs gute Gewissen) zu uns genommen. Ein 3-Gang-Menü aus frischen, hochwertigen Zutaten gibt es in der Brasserie des Gasthofs schon ab rund 25 Euro zzgl. Getränke - ein mehr als fairer Kurs. Elisa ist jedenfalls seit dem ersten Tag ein großer Fan von Belgien, allein schon, weil die ein oder andere Fritte zufällig runter und ihr direkt in die bärtige Schnauze gefallen ist...

 

Nicht weit vom Hotel Blanckthys lässt es sich auf unzähligen verzweigten Wegen stundenlang zwischen Feldern und Wiesen Gassi gehen - um das gute Essen wieder abzutrainieren. Dabei kommt man sich stellenweise fast ein bisschen vor wie ein Hobbit auf dem Weg durchs Auenland, so hügelig und verwunschen wirkt die Landschaft. Halligalli und Großstadtflair sucht man hier vergebens, das Örtchen Voeren ist nicht gerade als Partyhochburg bekannt. Wird einem die ländliche Idylle zu viel, ist man aber in nicht mal 20 Minuten mit dem Auto im niederländischen Maastricht. In der ältesten Stadt Hollands findet man von historischen Gebäuden über Schickimicki-Einkaufsmeilen bis hin zu Studentenkneipen eigentlich alles. Mit Hund im Schlepptau haben wir es gemütlich angehen lassen, sind viel durch den großen Stadtpark und die vielen kleinen, kopfsteingepflasterten Gässchen in der Altstadt spaziert und haben uns an der Maas bei einem Kaffee die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

 

Sowohl auf der belgischen, als auch auf der holländischen Seite unserer Urlaubsregion wurden wir mit Hund überall sehr freundlich behandelt - teilweise so freundlich, dass ich eine ältere Dame nur knapp davon abhalten konnte, völlig unvermittelt ein Leckerchen aus ihrer Handtasche zu holen und es Elisa zuzustecken. Von Fremden darf sie nämlich nichts nehmen, egal wie gut es auch gemeint ist. Insgesamt konnten wir uns aber sehr entspannt überall bewegen. In Belgien gilt zwar generell Leinenpflicht, auf den einsamen Feldwegen rund um unser Hotel bin ich an beiden Tagen jedoch nicht einer Menschenseele begegnet, die sich an unserem Hund hätte stören können.

 

Absolut entspannt war übrigens auch die An- und Abreise, denn von unserer niederrheinischen Heimat bis nach Flandern waren wir mit dem Auto keine anderthalb Stunden unterwegs. Ein Grund mehr, ab jetzt regelmäßig Kurztrips in die Nachbarschaft zu unternehmen, wenn einem mal wieder die Decke auf den Kopf fällt...

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