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Alarm im Darm

...und gemeint ist hier kein Pornotitel, sondern eine Gastroenteritis, denn Elisa war diese Woche krank. Was tun, wenn den Hund eine Magen-Darm-Grippe erwischt hat?

Als hypochondrischer Hundebesitzer macht man sich ja schnell mal Sorgen um das arme Getier - hier ein Hüsterchen, da ein trauriger Blick, und schon wird der Tierarzt alarmiert oder wenigstens gegoogelt, was das Zeug hält. Da wir uns aber schon am Ende des zweiten Jahres als Hundeeltern befinden und uns für deutlich schlauer und selbstverständlich auch cooler hielten als andere Hundebesitzer, reagierten wir erstmal abgebrüht, als das Untier sein Trockenfutter verweigerte. Verwöhnter Köter, wartet wohl auf was besseres. Denn was Besseres rutscht den Rachen in der Regel viel geschmeidiger runter als der schnöde Trockenfraß, den es immerhin jeden Tag gibt (und der fast 5 Euro pro Kilo kostet!! , Anm. d. Frauchens).


Als ihr Bauch aber plötzlich berührungsempfindlich und die nächste Mahlzeit stark beschleunigt verdaut wurde, standen wir doch bei unserer Tierärztin auf der Matte - und hatten ein schlechtes Gewissen, nicht schon bei der ersten Futterverweigerung dort aufgeschlagen zu sein. Dabei können Appetitlosigkeit und leichte Verdauungsstörungen immer mal wieder auftreten. Wir bekommen ein leichtes Bauchgrummeln bei Elisa normalerweise mit Schonkost und der Gabe von Okoubaka-Globuli ganz gut in den Griff. Halten die Beschwerden aber an, sollte man doch den Onkel Doktor hinzuziehen. In diesem Fall hatte den armen Hund wohl ein Magen-Darm-Virus heimgesucht.


Die Tierärztin konnte mit einer Spritze Elisas Bauchschmerzen lindern und ihren bis dahin schlappen Allgemeinzustand verbessern. Am ersten Tag gab es viel Ruhe und nichts zu fressen, um keine weiteren Randale in der Magengegend auszulösen. Glücklicherweise war sie dicht, sogenannter "Hydranthenstuhl" oder andere Unfälle in der Wohnung blieben uns erspart. Als der Appetit zurückkehrte, gabs erstmal Kartoffen, die so weich gekocht waren, dass sie eine Freude für jeden zahnlosen Hundertjährigen gewesen wären. Dazu ein bisschen Hüttenkäse, um die Paste zu verstecken, die uns die Tierärztin zum Aufbau der Darmflora mitgegeben hatte. Mit jeder Mahlzeit konnten wir mehr Trockenfutter untermischen und seit gestern gehts dem Fiffi wieder bestens. Um keine Epidemie in der Gassigruppe oder unserer Nachbarschaft auszulösen, haben wir vorsichtshalber trotzdem noch einige Tage Abstand zu Artgenossen gehalten.


Die besten Hausmittel können natürlich keinen Tierarzt ersetzen, aber es gibt einige Sofortmaßnahmen, um den Alarm im Darm zu lindern:


  • 24 Stunden Nulldiät, damit sich Magen und Darm beruhigen können.
  • Danach kleine Mahlzeiten aus Schonkost - bewährt haben sich weich gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis (alles ohne Salz zubereitet) mit Hüttenkäse und ein wenig fettarmes Fleisch, z.B. gekochtes Huhn oder Rindfleisch.
  • Keine Leckerlies und nichts zwischendurch füttern.
  • Immer frisches Wasser anbieten, manche Hunde mögen auch abgekühlten Kamillen- oder Fencheltee.
  • Keine Experimente mit Medikamenten für Menschen! An Kohlekompretten scheiden sich im Internet die Geister, viele Tierärzte raten aber ausdrücklich davon ab - also besser die Finger davon lassen!
  • Anfangs nur kleine Mengen füttern und beobachten, ob sich der Durchfall bessert.
  • Dem Hund unbedingt viel Ruhe gönnen, lange Spaziergänge und wilde Spiele sind erstmal Tabu.
  • Kontakt zu anderen Hunden möglichst vermeiden, um Ansteckung zu verhindern.
  • Halten die Beschwerden mehr als 2 Tage an oder hat der Hund Fieber, sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden!

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Kommentare: 1
  • #1

    Sarah (Montag, 13 April 2015 09:04)

    Wir hatten auch gerade dasselbe Problem. Beide Hunde haben sich einen Infekt eingefangen. Josie war zusätzlich noch läufig! Mittlerweile geht es ihnen wieder gut. Elise hoffentlich auch :) Die Tipps mit den Hausmittel sind toll!

    Liebe Grüße

    Sarah mit Diego & Josie